GEGEN ALLE KAPITALISTISCHEN KRIEGE!

Wir protestieren gegen den Angriffskrieg in der Ukraine und fordern:

RUSSISCHE ARMEE RAUS AUS DER UKRAINE!

Kundgebung am 13. März 2022 in Münster am Stadthafen

Dieser Krieg muss – wie jeder Krieg – sofort beendet werden. Wie alle Kriege verursacht auch dieser Krieg Vertreibung, schwere Menschenrechtsverletzungen, Morde sowie eine immense Zerstörung menschlicher Bauwerke und Lebenswelten und eine fatale Zerstörung der Natur.

Vergessen wir nicht: die kapitalistischen Eliten verdienen tagtäglich an den Kriegen oder kriegsähnlichen Handlungen auf dieser Welt. Sei es durch Waffen- und Transportmittelproduktion, die Zurverfügungstellung von Infrastruktur, durch die extreme Plünderung des Planeten zur Energieproduktion und vieles mehr. Und aktuell forciert die Bundesregierung die Aufrüstung in Deutschland. Dagegen wenden wir uns ebenfalls: Stoppt die Aufrüstung und den deutschen Militarismus!

Sobald die Kampfhandlungen vorbei sind, verdienen jene ökonomischen Akteure am Wiederaufbau, die zuvor bereits an der Zerstörung verdient hatten. Der Kapitalismus benötigt geradezu kriegerische Handlungen, um überleben zu können.

Auch die tägliche Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft und die rücksichtslose Plünderung der Natur zur Aufrechterhaltung des vermeintlich hohen Lebensstandards privilegierter Länder und privilegierter Gesellschaftsschichten auch in ärmeren Ländern endet häufig in kriegsähnlichen Zuständen:

wenn z.B. ganze Gemeinden vertrieben und der Regenwald gerodet wird, um Futtermittel für den übertriebenen Fleischkonsum anzubauen,

wenn ganze Landstriche dem meist hochgiftigen Tagebau für Bodenschätze für die Auto- und Computerindustrie weichen müssen oder

wenn kleinbäuerliche Lebensweisen in Subsistenzwirtschaft zerstört werden, weil Anbauflächen zur Drogenproduktion angesichts der hohen Nachfrage innerhalb der Logik des Kapitalismus immer wieder neu erschlossen werden müssen.

Durch all diese kriegerischen Handlungen verschlimmern sich rassistisch, nationalistisch und patriarchal motivierte Zustände, Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen. Nicht immer geht es um Auseinandersetzungen zwischen Staaten, häufig geht es auch um dramatische Konflikte innerhalb von Ländern, deren Wurzeln zum Teil im Kolonialismus liegen und heute durch neokoloniale Strukturen aufrechterhalten werden.

Wir begrüßen die Solidarität mit den Menschen, die aus der Ukraine flüchten müssen, rufen aber dringend dazu auf, geflüchtete Menschen aus anderen Regionen der Welt nicht weiter zu vernachlässigen und ihnen ein Leben in Würde und Freiheit zu ermöglichen, anstatt sie an ihrer Flucht zu hindern und sie auf ihrem Weg zu attackieren und zu ermorden.

Nur eine konsequente Orientierung an basisdemokratischem, solidarischem Handeln, die globale Umsetzung der Menschenrechte und ein konsequenter Umweltschutz können diesen Verwerfungen Einhalt gebieten. Und dies ist nur durch echte demokratische gesellschaftliche Prozesse zu erreichen.

Der Krieg in der Ukraine und die Kriege in anderen Weltregionen müssen sofort beendet werden. Doch um eine tatsächliche Veränderung von Dauer zu erreichen, muss das politisch- ökonomische System des Kapitalismus überwunden werden, um zu solidarischen und ökologischen Gesellschaftsordnungen zu gelangen.

NEIN ZU MILITARISMUS, AUTORITARISMUS, KAPITALISMUS, PATRIARCHAT und NATIONALISMUS!

FÜR FRIEDEN, SOLIDARITÄT, MENSCHENRECHTE, BASISDEMOKRATIE und den SCHUTZ DES PLANETEN!

Gemeinsam mit unseren Genoss*innen Zapatistas aus Chiapas/Mexiko und vielen linken sozialen Bewegungen aus der ganzen Welt fordern wir: DEMOKRATIE! FREIHEIT! GERECHTIGKEIT!

ALLES FÜR ALLE!


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